Spedition Fernkraft

 

Mit dem Aufkommen einer stabilen Wirtschaft und damit einhergehenden Transportaufgaben zu Beginn der 50er Jahre, entschied man sich auch bei der Fernverkehrs-Kraftwagen-Spedition-Fernkraft, im Fuhrpark zu investieren.

Da die, aus der Vorkriegszeit bekannten, LKW-Hersteller auch wieder schwere Fernverkehrs-lastwagen im Programm hatten, entschloss man sich zum eigentlich zum Kauf eines neuen LKW, aber man musste feststellen, dass durch die hohe Nachfrage enorme Lieferzeiten in Kauf genommen werden mussten und die zweite Hürde waren die Banken, sie gaben nicht gern Kredite für Speditionen und Transportunternehmen, welche auch noch im Interzonenverkehr durch die Sowjetzone unterwegs waren.

Somit entschied man sich einen MAN F4 aus dem Jahre 1937, welcher durch die Kriegsjahre und frühen Nachkriegsjahre schon gelitten hatte, von Grund auf zu überholen.

Da man, schon kurz nach Kriegsende damit begonnen hat, in der eigenen Werkstatt mit der Instandhaltung und dem Neuaufbau ausrangieter Wehrmachts- und Vorkriegsfahrzeuge den Betrieb aufrechtzuerhalten, sollte auch der MAN F4 für den Güterfernverkehr in den aufkom-menden Wirtschaftswunderjahren hergerichtet werden.

Blick in die Werkstatt

Der MAN steht noch aufgebockt in der Werkstatt.

Jetzt kann das Vorderrad montiert werden.

 Die Klemmplatten werden angeschraubt

Voranzug mit dem Schraubenschlüssel

Das linke Vorderrad ist montiert.

 Immer schön mit Fett zusammenbauen, muß alles auch mal wieder auseinander !

Montage des hinteren Reifen

Beim K-Rad hat man zwei Zwischenringe welche mit Bajonetverschluss auf der Radnabe gehalten werden

Der F4 steht wieder auf Rädern, jetzt werden erstmal die Scheiben vom Werkstattstaub befreit.

So ist der "neue" alte LKW fertiggestellt und kann es mit den neuen Nachkriegslastwagen durchaus aufnehmen.

Türbeschriftung und Standortschilder fehlen hoch

Fertig für den Planenmacher.


Bilder:

Reinhard Gerdes

Text:

Dieter Jaspers